Predigtreihe Herbst 2011

Wachsen 1

Mit Jesus unterwegs:
Ich darf so kommen, wie ich bin!
Ich muss nicht bleiben, wie ich bin!


Christ sein, Jesus nachfolgen, mit Jesus unterwegs sein und wachsen, reifen, "in jeder Hinsicht Christus ähnlicher werden" - wie Paulus es im Brief an die Epheser formuliert - gehören für uns zusammen. Deshalb hat gesunde, biblische Lehre einen hohen Stellenwert unter uns, wir besuchen regelmäßig die Gottesdienste, viele von uns auch Kleingruppen.

Gleichzeitig machen wir die Erfahrung, dass wir immer wieder an denselben Themen scheitern. Wir erleben das von Jesus zugesagte Leben in Fülle wenig überzeugend. Die "guten Früchte" sehen wir nur spärlich wachsen. Obwohl wir es anders wollen, verletzten wir einander und werden verletzt - es entwickelt sich Distanz an Stelle der Nähe und Verbundenheit, die wir uns wünschen und die wir brauchen.

Die Frage, warum wir diese oft schmerzliche Kluft zwischen Theorie und Praxis erleben, war Anstoß für die Predigtreihe. Sprecher aus unserer Gemeinde und Gastprediger sind eingeladen, über jene Aspekte zum Thema "Wachsen" zu predigen, die ihnen persönlich besonders wichtig sind.

Um den "neugierigen Dialog" anzustoßen, den ich uns zu dieser Predigtreihe wünsche, formuliere ich vorweg einmal, wie weit ich selbst in meinen Gedanken gekommen bin:

  1. Äußerlich, körperlich wachsen wir quasi von selbst bis wir erwachsen sind. Das Wachstum des inneren Menschen kann - und soll - unser ganzes Leben andauern, geschieht aber keineswegs von selbst, im Gegenteil: Es ist umkämpft.
  2. Ein Schlüsselfaktor, um "in jeder Hinsicht Christus ähnlicher (zu) werden", ist vertiefte Spiritualität. Die immer wieder neu gesuchte und bestätigte Liebesbeziehung mit dem Bräutigam beflügelt das Herz der Braut und lässt sie aufblühen.
  3. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist emotionale Reife. Das Wachstum des inneren Menschen bleibt stecken, wenn er nicht zulässt und nach Kräften mithilft, dass die Wurzeln "schlechter Früchte" - zerstörerische Selbstbilder, eingeprägte Denk- und Verhaltensmuster, innere Schwüre usw. - "ausgerissen" werden.
  4. Wir sind durch die Auferstehung Jesu wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Das schließt die Hoffnung auf Befreiung, Heilung, Wiederherstellung und Entfaltung des inneren Menschen zu jener Persönlichkeit ein, die Gott schon immer im Sinn hatte.

Wird das Gehörte mein Verständnis bestätigen? Werde ich das eine oder andere in dieser Form verwerfen müssen? Werden mir andere Aspekte wichtiger werden? - Ich bin gespannt.

Große Zuversicht habe ich jedenfalls, dass viele von uns - Prediger wie Zuhörer - auf ihrem ganz persönlichen Weg zur "vollen Reife" Meilensteine erreichen. Jesus ist immer bereit, mit dir und mir auf diesem Weg unterwegs zu sein: Er ruft, geht voran - und immer wenn es nötig ist, kämpft er leidenschaftlich um unsere Herzen. Lassen wir uns auf seine Große Geschichte ein!

Bis bald, Rainer

AnsprechpartnerAnsprechpartner

Rainer Schaufler
0664 / 46 49 442
rainer.schaufler(at)vienna.at

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